California Dreaming

Eine Konstanzerin in Kalifornien

Category: Kalifornienreise (Page 1 of 10)

Von Hobbies und Hüften

Bin nicht ich, so ordentlich sieht es auf meinem Schreibtisch nicht aus!

Ich hab mir immer eingebildet, dass es nichts Schöneres geben kann, als wenn man das Hobby oder die Leidenschaft zum Beruf macht. Jetzt muss ich einsehen, dass ich etwas Entscheidendes übersehen habe: wenn das Hobby zum Beruf wird, dann ist es kein Hobby mehr, sondern eben Beruf und damit lange nicht mehr so viel Spass. So ging es mir mit dem Schreiben.

Read More

Von einer, die auszog einen Reisepass zu beantragen

Reisepass

Vor ein paar Monaten, als ich so langsam darüber nachdachte meinen Flug nach Deutschland zu buchen fiel mir auf, dass mein Reisepass im Juni dieses Jahres (genau genommen morgen) abläuft. Das ist der Horror jedes Auslandsdeutschen, bedeutet es doch einen Trip zum nächsten Konsulat oder der Botschaft.

Mein Mann ist Österreicher und muss deshalb extra nach Los Angeles, das deutsche Generalkonsulat ist glücklicherweise in San Francisco.

Wer jetzt denkt “toll, dann kann sie endlich mal wieder nach San Francisco fahren” verkennt die Situation gründlich. Nichts ist einem nicht-Masochisten ferner als das Bedürfnis unter der Woche, zu normalem Arbeitszeiten von Sunnyvale nach San Francisco zu fahren, sich durch den Stadtverkehr zu quälen (nachdem man auf der Autobahn schon eine gute Stunde im Stau stand), nur um nirgendwo in der Nähe des Konsulats einen Parkplatz zu finden. Wenn man erst einmal dort ist, ist die Angelegenheit ist dann meistens schnell erledigt, jedenfalls wenn man alle notwendigen Dokumente im Original und mit Kopie mitgebracht hat und die Passbilder genau den Anweisungen entsprechen.

Reisepass
Es gibt Schöneres als den Verkehr in San Francisco!

Also begann ich die Wühlarbeit: Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Beibehaltungsbestätigung, alter Pass, amerikanischer Pass, neuer Antrag, etc. danach nur noch kurz Passbilder. Ich wusste schon, dass das Probleme geben wird. In Amerika sind die Gesichter auf den Bildern viel kleiner als auf den deutschen, das will dann den Passfotomachern (Fotographen kann man die in der Regel nicht nennen, das macht das Mädel im Schreibwarenladen) nicht in den Kopf. So kam ich bewaffnet mit detaillierten Instruktionen und einem Lineal.

Gut wars, denn sie machte das Bild, druckte es aus, warf einen Blick darauf und befand es für gut. Ich aber zückte das Lineal und stellte fest, dass mein Kopf mindestens 2.5 Millimeter zu klein war. Den Einwand, dass das nicht so schlimm sei, lies ich nicht gelten, sondern forderte einen Nachdruck mit mehr Kopf und weniger vom Kragen. Das Spiel spielten wir dann über drei Runden bis ich zufrieden abzog. (das Bild sieht Scheisse aus, aber das ist eine Nebensache, mit der ich mich wirklich nicht aufhalten konnte).

So, nur noch schnell einen Termin gemacht, dann einen Tag opfern und alles wird gut.

Dachte ich.

Bis ich mir den Terminkalender beim Konsulat ansah: kein Termin bis in den Mai. Scheisse, das wird zu knapp.

Das war mir dann zu viel für einen Tag und manchmal lösen sich Probleme ja wundersamerweise über Nacht. Am nächsten Tag hab ich einfach nochmal nachgesehen. Und tatsächlich, es hatte sich ein Termin aufgetan. “Schön” früh, also so, dass man in den schlimmsten Berufsverkehr kommt and keinem anderen Tag als an – meinem Geburtstag.

Das ich einen Tag opfern muss war klar, aber meinen Geburtstag? Dann kam mir die rettende Idee (naiv wie ich bin) und ich bin mal schnell auf die Webseite des Bürgerbüros in Konstanz und, siehe da, als Auslandsdeutsche kann man da, ohne grosse Umstände und mit viel weniger Dokumenten einen Reisepass beantragen. Genau genommen geht das überall in Deutschland.

Prächtig, dachte ich mir, Geburtstag gerettet, in Konstanz kurz aufs Fahrrad springen und in die Laube radeln statt in Kalifornien im Auto zu schmoren ist deutlich besser und zeitmässig kommt das alles hin. Ich reise mit dem noch gültigen alten Reispass ein und mit dem neuen wieder aus.

Dachte ich. Naiv wie ich bin.

Ich hab den ganzen Packen and Dokumenten – sicher ist sicher – eingepackt und bin nach Deutschland gereist. Nachdem der Jetlag überwunden war hab ich den Packen gepackt, bin auf’s Fahrrad gesprungen, in die Laube geradelt, hab ein Nümmerchen gezogen und fand mich nach kurzer Zeit einer Mitarbeiterin gegenüber.

Reisepass

“Reisepass, aha.”

“Ja” sagte ich, “ich bin allerdings Auslandsdeutsche, aber ich hab alles dabei was ich brauch, sogar meine Beibehaltungsbestätigung in Original und Kopie.”

“Der nächste Termin für einen Reisepassantrag für Sie ist dann im November.”

Ich starrte sie an. Sie sah nicht so aus, als ob sie scherzte. Ganz und gar nicht. “Wie bitte? Ich bin jetzt hier, im November bin ich schon lange wieder in Kalifornien (die Erwähnung Kaliforniens als Wohnort hilft manchmal, viele Menschen mögen Kalifornien und sind dann gnädig gestimmt.)

Nicht diese Mitarbeiterin.

“Wir haben hier viele Deutsche, die in der Schweiz wohnen, da gibt es keine Termine und ausserdem brauche ich dann noch zusätzlich folgende Formulare (hier kam dann eine Liste von verschiedenen Dokumenten von denen ich noch nie gehört hatte).

Ich sah mittlerweile etwas verzweifelt und vermutlich auch ärgerlich aus was dann mit einem “Da kann ich jetzt leider gar nichts für Sie tun” gekrönt wurde. Ich hab’s mir nicht eingebildet, da war eine gewissen hämische Genugtuung herauszuhören.

Ich fragte, wieso diese doch nicht unwesentliche Information nicht zumindest in einem knappen Satz auf der Webseite des Bürgeramtes erwähnt werden könnte. Schliesslich sei das ja doch recht relevante Information und zwischen “kann bei jeder Behörde in Deutschland beantragt werden” und “kann nach 5 monatiger Wartezeit auf einen Termin beantragt werden” liegen ja doch Welten. Im konkreten Fall dann ein abgelaufener Reisepass.

Ich kann mich nicht an die genaue Antwort erinnern, aber es lief darauf hinaus, dass das jetzt nun so gar nicht ihre Aufgabe sei und sie könne das ja mal weiterleiten (ja sicher, das glaub ich sofort).

Ich fragte dann noch, was ich jetzt noch tun könnte und bekam den guten Rat mich weit weg vom Bodensee nach einem Termin für den Reisepass umzusehen. Vielleicht auch bei einer der kleineren Bodensee Gemeinden.

Am Telefon erfuhr ich dann, dass man in Allensbach doch tatsächlich schon im September einen Termin frei habe. In Engen (oder wars Radolfzell?) wollten sie eine aktuelle Geburtsurkunde. Kann nicht älter als drei Monate sein. Ich drückte mein Unverständnis aus, meine Geburtsurkunde (im Original) ist aus meinem Geburtsjahr. Da bin ich geboren und daran hat sich seitdem auch nichts geändert. Nicht einmal mein Name. Aber nein, aktuell musste sie sein sonst “kann ich jetzt leider gar nichts für sie tun!”

Irgendjemand wollte ein polizeiliches Führungszeugnis. Auf die Frage wozu und warum bekam ich keine Antwort. Ich versteh durchaus, dass man diese Dinger für viele Sachen braucht, aber um einen Pass zu bekommen? Was, wenn ich mal verhaftet worden wäre oder beim rot über die Ampel gehen erwischt worden wäre, würde ich dann keinen Pass mehr bekommen? Nie mehr wieder? Verliere ich dann das Recht ausserhalb der EU zu reisen oder deutsche Staatsbürgerin zu sein? Niemand anders hat nach einem polizeilichen Führungszeugnis gefragt (ausserdem, hab ich blöderweise vergessen zu fragen, von der deutschen Polizei oder darf’s das FBI sein?)

Die nächsten wollten ein Anmeldeformular aus den USA. Ruhig und sachlich (kann ich, wenn ich muss) erklärte ich, dass es sowas in den USA nicht gibt. Da gibt es keine Meldepflicht. Ihr wisst schon was jetzt kommt “Da kann ich dann leider gar nichts für Sie tun!”.

Schliesslich landet ich bei einer Dame in einer kleinen Seegemeinde. Ich sag jetzt nicht wo, ich möchte der hilfreichen Dame keinen Bärendienst erweisen und ihr scharenweise Auslandsdeutsche, die einen Reisepass brauchen, schicken. Nach einem kurzen Telefonat schickte sie mir eine Email mit ein paar einfachen Fragen und einer Liste von Dokumenten, die ich brauche (nix mit aktueller Geburtsurkunde, Anmeldeformular und polizeilichem Führungszeugnis). Ich beantwortete die Fragen, sie beantragte beim Konsulat das Recht, den Reisepass auszustellen (das ist wohl notwendig, wenn auch nicht auf den Webseiten vermerkt). Das erhielt sie innerhalb von 24 Stunden und so fuhr ich am Mittwoch Nachmittag vor Fronleichnam in der Affenhitze (Auto hat keine Klimaanlage) nicht von Sunnyvale nach San Francisco sondern von Konstanz in die kleine Seegemeinde. Nachdem ich das Bürgerbüro gefunden hatte, war der Antrag durch eine andere hilfreiche Dame in so ca. 15 Minuten gestellt. Ich bezahlte, kaufte ein Körbchen Erdbeeren und fuhr wieder nach Konstanz.

Wenn alles gut läuft bin ich an Mitte Juli stolze Besitzerin eines neuen Reisepasses. Mit hässlichem Bild, denn ein besseres machen zu lassen, hab ich in der ganzen Hektik voll vergessen.

6 Plätze in Kalifornien, die nicht jeder Tourist besucht

Wenn man im Sommer durch die San Francisco Chinatown geht hört man deutsch an jeder Ecke, Disneyland in Anaheim hat ohnehin nur Touristen, Yosemite Valley – ein Auto am anderen, Lake Tahoe – kaum ein Durchkommen. Für alle, die es gerne ein bisschen individueller haben sind hier ein paar Tips und Vorschläge für Plätze in Kalifornien, die nicht jeder besucht.

Read More

9 Tipps für den Kalifornienurlaub

Die Urlaubszeit ist nicht mehr weit und da dachte ich mir, ein paar Tipps für all jene, die nach Kalifornien kommen wäre keine schlechte Sache. Natürlich kann man zu dem Thema Bücher schreiben, hier aber erstmal neun praktische Tipps für den Kalifornienurlaub, die das Leben einfacher und weniger verwirrend machen.

Tipps für den Kalifornienurlaub

Read More

Die Palessi Geschichte

Also ehrlich, ich war nicht faul. Nur vielbeschäftigt und zwischendurch auch für zwei Wochen in Konstanz. Ich hab jede Menge geschrieben, über die Zulassung von Medizinprodukten, über Antibiotikaresistenz, über Ärzte, die lieber Unternehmer sein wollen, und mehr als ich jemals für möglich gehalten habe über sogenannte Key Opinion Leaders in der Pharmaindustrie. Also nichts, was ich nun unbedingt hier teilen sollte.

Palessi
Die neuste italienische Edelmarke: Palessi!

Read More

Placerville Antique Fair

Placerville

Statt Autos gibt es einmal im Jahr Stände mit schönen alten Dingen bei der Placerville Antique Fair

Zum zweiten Mal habe ich dieses Jahr an der Placerville Antique Fair teilgenommen. Eine Freundin hat mich letztes Jahr überredet und da es mir Spass gemacht hat, hab ich mich auch dieses Jahr wieder angemeldet, obwohl sie nicht dabei sein konnte. Es war ein interessantes Erlebnis.

Read More

Meine neue, alte Kamera

Neulich haben wir Freunde in Monterey besucht. Ist immer einen Ausflug wert! Unser Freund ist sozusagen halb-pensioniert und widmet sich verschärft seinem Hobby: Fotografie. So gibt es immer viel zu reden über diese oder jene Kamera,  Photoshop und seine neusten Projekte. Diesmal hab ich wieder was Nützliches gelernt.

Read More

Kalifornien – trotz allem

Ich schreib ja immer wieder darüber was mich hier in Kalifornien nervt: die hohen Lebenshaltungskosten, der Verkehr, zu viele Menschen, die Schulen und vieles mehr. Aber jetzt, im Februar, wo draussen im Garten die Osterglocken blühen, ich im T-shirt herumrenne während es in Konstanz pünktlich zu Fasnacht mal wieder kalt wird und mein Mann auf Geschäftsreise in Chicago bei -10 Grad fiert muss ich doch mal ganz nachdrücklich sagen: es geht doch nichts über Kalifornien.

Kalifornien

Osterglocken Anfang Februar – find ich toll!

Read More

Nevada wir kommen!

Nevada

Ein kleines bisschen Weihnachten in Las Vegas, Nevada.

Utah ist wunderschön und hat spektakuläre Nationalparks und da wir zwischen Weihnachten und dem Schulbeginn am 2. Januar eine Woche Zeit und noch einen Haufen Hotel-Punkte herumliegen haben haben wir uns mal wieder auf den Weg gemacht ins Land der Mormonen. Aber wie schon zuvor ist die erste Station Las Vegas in Nevada.

Read More

Alle Jahre Wieder …

Alle Jahre wieder

Alle Jahre wieder: Miss Piggy im Tutu schmückt den Christbaum

… ich weiss nicht wie es Euch, liebe Leser, geht, aber mich erwischt Weihnachten alle Jahre wieder völlig unvorbereitet. Der 24. Dezember, sollte man meinen, ist ja ein Datum, das man seit 364 Tagen kennt und sich darauf vorbereiten kann. Aber so einfach ist es nun auch nicht, eben noch ist November and dann – schwupp – sind wir Mitte Dezember und ich weiss nicht, wie das passieren konnte.

Read More

Page 1 of 10

Powered by WordPress & Theme by Anders Norén